Fransenrahmen (PS 6/7) |
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Mit dem Verflüssigen-Filter kann man Portraitfotos mit langen Nasen und Segelohren verschönern. Nun, ich denke, das mag zwar für bestimmte Gelegenheiten ganz witzig sein, aber vielleicht lässt sich mit diesem Filter auch noch etwas anderes anfangen. Sie erfahren in diesem Workshop außerdem etwas über
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| Der Verflüssigenfilter hat beim Versionssprung von 6 nach 7 den Platz gewechselt. In Version 6 findet man ihn im Menü Bearbeiten, in der Version 7 wurde er ins Filtermenü verlegt.
Wenn Sie schon Erfahrung im Umgang mit Photoshop haben, es gibt hier eine unbebilderte Kurzfassung des Workshops. Los geht's. |
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| 1. Öffnen Sie das gewünschte Foto und speichern Sie es im Photoshopformat *.psd ab. Dieses Format garantiert, dass alle Effekte und Ebenen gespeichert werden können.
Mein Beispielbild ist ziemlich düster. Der weiße Pavillon ist gar nicht weiß, sondern grau und das Blattwerk gleicht eher einer dunklen, undifferenzierten Masse. Vielleicht haben Sie auch so ein etwas zu dunkles Foto? Dann ist es ein typischer Fall für eine Tonwertkorrektur. Sie finden diese Funktion im Menü Bild > Einstellen. |
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| 2. Der Screenshot unten zeigt Ihnen das Problem: Am rechten Rand des Histogramms sind kaum Werte eingezeichnet - weil dem Bild eben die hellen Töne fehlen. Dagegen sind am linken Rand reichlich Werte vorhanden - dort wird nämlich die Anzahl der dunklen Töne eingetragen. Sie sehen auch die drei Schieberegler. Den rechten, der für die hellen Töne zuständig ist, musste ich verschieben. Alle Helligkeitswerte, an denen der Regler vorbeigeschoben wird, werden nun zu "weiß" erklärt, dadurch hellt sich das Bild schon mal deutlich auf. Man muss aufhören, wenn ausreichend weiße Bereiche im Bild erscheinen, an den hellsten Stellen aber trotzdem noch die Konturen der Objekte zu erkennen sind und wenn der Gesamteindruck gefällt. Vielleicht müssen Sie bei Ihrem Foto auch noch den mittleren Regler verschieben - er ist zuständig für die mittleren Helligkeitswerte und wird auch Gamma genannt. Die ganz dunklen und die ganz hellen Stellen des Bildes werden durch ihn nicht verändert - das würde der gewöhnliche Helligkeitsregler im Menü Bild > Einstellen nämlich tun. Beobachten Sie einfach, wie sich das Bild durch Gamma-Verschiebung verändert. Sollten Sie die Schiebereien etwas zu toll getrieben haben: Alt-Taste gedrückt halten und die Schaltfläche "Abbrechen" verwandelt sich in einen Reset-Knopf mit der Aufschrift "Zurück". Damit ist die Bahn frei für neue Versuche, ohne dass Sie das Dialogfenster schließen müssten. |
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| 3. Zur Zeit liegt Ihr Bild noch auf der so genannten Hintergrundebene. In der Ebenenpalette hat sie ein kleines Vorhängeschloss als Symbol - das besagt, dass ganz viele Funktionen auf ihr gesperrt sind. Sie ändern das, indem Sie die Hintergrundebene in eine normale Ebene umwandeln. Den Befehl finden Sie im Menü Ebene > Neu > Ebene aus Hintergrund oder sie machen einfach einen Doppelklick auf die Ebene in der Ebenenpalette und sagen anschließend OK. |
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| 4. Um den Rahmen zu gestalten werden Sie jetzt eine Ebenenmaske anlegen - ein ganz raffiniertes Feature in Photoshop, das man nicht mehr missen möchte, wenn man es einmal durchschaut hat. Klicken Sie auf das kleine Maskensymbol in der Palette und wundern Sie sich nicht, dass erstmal gar nichts passiert. In der Palette sieht man ein neues weißes Miniaturbild. Weiß bedeutet, dass das gesamte Bild sichtbar ist. Sie werden gleich Teile der Maske schwarz färben und an diesen Stellen wird das Bild dann ausgeblendet, ohne dass auch nur ein einziges Pixel verloren ginge. Rechts neben dem Auge wird angezeigt, dass die Maske aktiv ist. Andernfalls wäre hier der kleine Pinsel zu sehen. |
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5. Diese Ebenenmaske wird nun bearbeitet. Das klingt gleich etwas umständlich, aber die Funktion "Umrandung" alleine führt zu einem völlig anderen Ergebnis als hier gewünscht und die Funktion "Ausweiten" lässt sich nur unter bestimmten Bedingungen anwählen.
Sowie Sie auf OK geklickt haben, verschwindet der äußere Rand des Bildes - in der Palette können Sie aber sehen, dass er nicht gelöscht wurde, sondern nur von den schwarzen Teilen der Maske ausgeblendet wird. |
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| 6. Heben Sie die Auswahl auf: Menü Auswahl > Auswahl aufheben oder mit der Tastenkombination Strg+D. Geben Sie dem Rand nun eine etwas wellige Struktur. Dafür verwenden Sie Filter > Verzerrungsfilter > Kräuseln. Die Einstellungen auf dem Screenshot sind ein Vorschlag, probieren Sie es einfach selber aus. Wahrscheinlich sehen Sie in Ihrem Vorschaufenster gar nichts - klicken Sie einfach einige Male auf das Zoom-Minus-Knöpfchen. |
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| 7. Der Filter Kräuseln ergibt ein sich regelmäßig wiederholendes Wellenmuster, das wollen wir eigentlich gar nicht. Er unterstützt aber das, was wir vorhaben, die Bildkante ist schon mal nicht mehr gerade! Öffnen Sie nun das Dialogfenster für Verflüssigen (PS6 -> Menü Bearbeiten, PS7 -> Menü Filter). Richten Sie dort Ihre Arbeitsumgebung ein. Verkrümmen-Werkzeug, Werkzeusspitzengröße und -druck sehen Sie im Screenshot. Den Hintergrund sollten Sie einblenden, sonst müssten Sie im Blindflug arbeiten. (Die Darstellung ist sowieso nicht optimal.) |
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| 8. Ziehen Sie mit dem Verkrümmen-Werkzeug einfach beliebige Fransen mit bogenförmigen Bewegungen aus dem Bildrand heraus (weiß) und in das Bild hinein (dunkleres Karomuster). Keine Sorge, es kann gar nicht falsch werden. Arbeiten Sie einmal um das Bild herum, beachten Sie dabei den oben genannten Tipp. |
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| 9. Nach dem OK hat sich Ihr Bild dramatisch verändert - falsch! Die Maske hat sich verändert, das Foto ist nach wie vor völlig unbeschädigt. Schauen Sie sich die Miniaturen in der Ebenenpalette an. |
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| 10. Sie werden jetzt eine neue Ebene unter dem Bild anlegen, die den farbigen Hintergrund für das Foto bilden soll. Halten Sie dafür die Strg-Taste gedrückt und klicken Sie in der Palette auf das Symbol für "Neue Ebene". Dadurch wird die neue Ebene sofort unter das Foto gelegt und Sie sparen sich das Verschieben. Denn normalerweise legt Photoshop die neuen Ebenen über die aktive Ebene. |
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| 11. Füllen Sie die neue Ebene mit einer Farbe Ihrer Wahl. (Klick auf das Symbol für Vordergrundfarbe in der Werkzeugpalette - Farbe aussuchen - OK; danach Alt+Rücktaste oder Menü Bearbeiten > Fläche füllen > Mit Vordergrundfarbe.)
An dieser Stelle könnte man eigentlich aufhören, aber mir kam das Bild noch zu "flach" vor. Ich wollte den sichtbaren Bildausschnitt lieber mit einem kleinen Schlagschatten vom grünen "Rahmen" absetzen. Tja, aber es gibt eigentlich gar keinen Bildauschnitt und das Grüne ist die Hintergrundebene, es ist alles nur durch die Ebenenmaske vorgetäuscht. |
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| 12. In der Ebenenpalette klicken Sie zuerst auf das Mini-Foto, damit ist die Fotoebene aktiv. Danach halten Sie die Strg-Taste gedrückt und klicken auf die Mini-Maske. Damit wird die Maskenform als Auswahl geladen. Praktisch nicht wahr? |
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| 13. Jetzt noch eine Tastenkombination: Strg+J macht eine Kopie des ausgewählten Bildausschnitts und legt sie auf eine neue Ebene über das bisherige Bild. Im Hauptbild erkennen Sie noch keine Veränderung, sehr wohl aber in der Ebenenpalette. |
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| 14. Endspurt - der Bildausschnitt bekommt einen kleinen Schlagschatten Klicken Sie dafür auf das kleine f am unteren Rand der Ebenenpalette. Gehen Sie auf den Eintrag Schlagschatten. |
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| 15. Das Fenster für die Ebenenstile öffnet sich. Sie können es gleich mit OK wieder verlassen, dann bekommen Sie den Standardschatten, der schon sehr gut aussieht. Sie können dieses Dialogfenster aber auch als Spielwiese für eigene Experimente benutzen. Viel Spaß! |
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| Auf dem winzigen Bild kommt die Wirkung des Effekts gar nicht optimal zur Geltung. Wenn Sie das Bild richtig schön groß sehen möchten und wenn Ihrem Modem rund 180 KB nicht zu viel des Guten sind, dann klicken sie hier. |
| © Ute Schultz 10/2002 |