Seifenblasen (PS 5-7) |
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| Seifenblasen, schillernd in allen Regenbogenfarben, bestehen hauptsächlich aus "nichts", könnte man sagen. Genau dasselbe gilt für ihr digitales Ebenbild: es spielen da relativ wenige Pixel mit - sie müssen nur an der richtigen Stelle sitzen.
Sie lernen in diesem Workshop, wie man mit Photoshop und ganz ohne Seifenlauge diese hauchdünnen transparenten Kugeln zaubert.
Für erfahrene Photoshop-Anwender gibt es eine Kurzfassung des Workshops, die sich im Wesentlichen auf die Befehlsfolge beschränkt. |
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1. In einer neuen Datei beliebiger Größe bereitet man den zukünftigen Hintergrund vor. Da die Wirkung der Seifenblasen von ihm abhängt, kann er nachträglich nur in engen Grenzen geändert werden. Er sollte für diesen Workshop eher dunkel sein und wenig Kontrast aufweisen.
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2. Legen Sie eine neue Ebene an und ziehen Sie einen Auswahlkreis auf. Er wird kreisrund, wenn Sie beim Ziehen die Umschalt-Taste gedrückt halten.
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| 3. In diesen Auswahlkreis werden mit einem weichen Pinsel Regenbogenfarben gemalt. Die Anordnung der Farben ist beliebig. Das folgende Bild zeigt den Bereich, in dem gemalt werden muss. Es kommt dabei nicht auf den Millimeter an. |
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4. Die Farben werden nun mit dem Filter > Weichzeichnungsfilter > Gaußscher Weichzeichner behandelt, Stärke ca. 10. Sie sollen schön ineinander verlaufen.
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| 5. Mit der Tastenkombination Strg+D wird die Auswahl aufgehoben. Dann wird die Farbfläche selbst als Auswahl geladen, indem man bei gedrückter Strg-Taste auf die Miniaturabbildung in der Ebenenpalette klickt. Die Außenbezirke der Farbfläche ragen über die Auswahlbegrenzung hinaus. Das ist kein Fehler - Photoshop berücksichtigt anschließend beim Bearbeiten auch diese halbtransparenten Bereiche Mit dem Verzerrungsfilter "Strudel" bekommt der Farbverlauf eine Verdrehung. Die Stärke war in meinem Beispiel einmal 400 und dann nochmal 300, das kann man aber nach Augenschein entscheiden. Wenn Sie Lust haben, könnten Sie statt dessen auch die verschiedenen Werkzeuge des Verflüssigen-Filters ausprobieren. |
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| 6. Der Farbverlauf soll nicht bis in die Mitte der Seifenblase hineinreichen, sondern halbmondförmig der Kreislinie folgen. Dazu entfernt man die vorhandene Auswahl mit Strg+D und lädt die gespeicherte Kreisauswahl mit Menü Auswahl > Auswahl laden. Im Dialogfenster wird einfach bei "Kanal" der Alpha-Kanal "Kreis" ausgewählt. Alternativ geht es auch in der Kanälepalette, siehe Schritt 2. Der Auswahlkreis bekommt eine weiche Auswahlkante von 5-10 Pixeln, damit auch die abgeschnittene Kante schön weich in die Transparenz übergeht (Menü Auswahl > Weiche Auswahlkante). Mit einem der Auswahlwerkzeuge verschiebt man die Kreisauswahl nach unten rechts, so dass der Farbverlauf halbmondförmig zugeschnitten werden kann. Das geschieht mit einem Druck auf die Entf-Taste. Die Auswahl kann jetzt wieder aufgehoben werden (Strg+D). Es kann sein, dass dabei eine der Regenbogenfarben verloren gegangen ist. Das macht aber nichts. |
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7. Mit dem Zeichenstift-Werkzeug werden nun auf einer neuen Ebene weiße Glanzlichter angelegt. Das Bild zeigt ihre Position und wie sie etwa geformt sein müssen.
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| 8. Von der Ebene mit den Glanzlichtern braucht man insgesamt drei Kopien. Klicken Sie dafür mit der rechten Maustaste auf die Beschriftung der Ebene in der Palette und wählen Sie "Ebene duplizieren".
Die unterste Kopie wird sehr stark weichgezeichnet (Gaußscher Weichzeichner, Stärke 6), die mittlere etwas weniger (Stärke 4), die oberste nur ein bisschen (Stärke 2). Danach werden die mittlere und obere Glanzlichtebene mit dem Radiergummi etwas verkleinert, so dass die Glanzlichter außen durchscheinend sind und zur Mitte hin immer "weißer" werden. |
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| 9. Die Ebene mit dem Farbverlauf wird aktiviert und wieder als Auswahl geladen (Strg+Klick auf die Miniatur in der Ebenenpalette). Der Gaußsche Weichzeichner wird so stark angewendet, bis das kleinere Glanzlicht optimal zur Geltung kommt. Im Beispielbild habe ich Stärke 20 angewendet. Anschließend wird die Auswahl wieder aufgehoben. |
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| 10. Nun wird wieder eine neue Ebene angelegt und als Vordergrundfarbe wird weiß eingestellt. Außerdem brauchen Sie die gespeicherte Kreisauswahl, sie wird wie in Schritt 6 über das Menü Auswahl geladen. Mit Bearbeiten > Kontur füllen > 1 Pixel / Option "innen" zeichnet Photoshop eine feine weiße Kreislinie an der Auswahlmarkierung entlang. |
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| 11. Sie brauchen eine weitere neue Ebene, um alle Bestandteile schön getrennt zu halten und jederzeit ganz flexibel Änderungen vornehmen zu können. Im Menü Auswahl > Auswahl verändern > Verkleinern reduzieren Sie den Auswahlkreis um 3 Pixel. Lassen Sie Photoshop nochmal eine Kreislinie zeichnen (Menü Bearbeiten > Kontur füllen), aber diesmal 2 Pixel breit. Diese neue Kreislinie wird mit dem Gaußschen Weichzeichner so stark weichgezeichnet, dass sie bis an die äußere Konturlinie heranreicht. |
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| 12. Die innere, weiche Konturlinie soll nun auch halbmondförmig abgeschnitten werden, ähnlich wie anfangs der Farbverlauf. Dazu lädt man mal wieder die Kreisauswahl und verschiebt sie mit dem Auswahlwerkzeug schräg nach oben links, etwa zur Hälfte aus der Seifenblase heraus. Mit der Entf-Taste wird diese Hälfte der inneren Kontur entfernt.
Die Deckkraft der äußeren Konturebene wird jetzt soweit herabgesetzt, dass man die weiße Linie nur grade noch erahnen kann. Das könnte bei etwa 15-25% Deckkraft der Fall sein. |
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| 13. Jetzt kommt nur noch Feintuning: Die innere Kontur wurde nochmal etwas weichgezeichnet, sie soll nur ganz schwach sichtbar sein und weich verlaufen. (Gaußscher Weichzeichner, Stärke 3). |
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| 14. Die Deckkraft der Ebene mit dem Farbverlauf wurde ebenfalls reduziert, so dass die Regenbogenfarben nur noch ganz zart schimmern.
Im Prinzip wäre die Seifenblase nun fertig. Was man aber auf jeden Fall einmal ausprobieren sollte: eine andere Füllmethode für die Ebene mit dem Farbverlauf. Es hängt zu sehr vom Hintergrund ab, ob "Normal" die beste Wirkung ergibt oder z.B. "Ineinanderkopieren" oder was auch immer. Weitere Überraschungen kann man erleben, wenn man die Verlaufsebene dupliziert und die Füllmethode und Deckkraft der oberen Kopie ändert. |
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15. Bevor ich für das Start- und Schlussbild die zusätzlichen Seifenblasen erzeugt habe, habe ich eine Kopie meiner *.psd-Datei gespeichert, um jederzeit wieder auf die einzelnen Ebenen zugreifen zu können. Denn im Originalbild habe ich die vier Ebenen, aus denen die Seifenblase besteht, mit dem Kettensymbol verbunden und auf eine Ebene reduziert. |
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| 16. Danach habe ich die Seifenblasenebene mehrfach dupliziert. Nun konnte ich mit dem Verschieben-Werkzeug die Seifenblasen auf der Bildfläche verteilen und mit Menü Bearbeiten > Transformieren > Skalieren (oder Strg+T) die Größe ändern.
Ich wollte aber auch noch die Farben variieren. Zur endgültigen Verwendung wurde das Bild im JPG-Format exportiert (Menü Datei > Für Web speichern). Die Original-PSD-Datei bleibt dabei erhalten. |
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| © Ute Schultz 12/2002 |